Erasmus+ Mobilität zu Lehrzwecken und zur Fort- und Weiterbildung

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Mit dem Erasmus-Programm verbinden die meisten studentische Mobilität und Studierende, die für ein oder zwei Semester an einer europäischen Hochschule studieren, ihre Sprachkenntnisse verbessern, kulturelle Kompetenz erwerben und Freunde finden.

Weniger bekannt ist, dass sich Erasmus+ auch an alle Hochschulangehörigen wendet und dafür die Aktionsform Personalmobilität anbietet – im EU-Jargon Staff Mobility (ST) genannt.

Hier stehen zum einen Mittel für die
Mobilität zu Lehrzwecken (STaff Assignment) und zum anderen Mittel zur
Mobiltät zu Fort- und Weiterbildungszwecken (STaff Training) zur Verfügung.

 

Fragen zur Personalmobilität

Wer ist teilnahmeberechtigt?

Grundsätzlich ist Hochschulpersonal aus allen Bereichen der RWTH teilnahmeberechtigt. Im Fall der Mobilität zu Lehrzwecken (STA) sind dies:

  • Professorinnen und Professoren sowie Dozentinnen und Dozenten mit vertraglichem Verhältnis zur RWTH
  • Dozentinnen und Dozenten ohne Dotierung an der RWTH
  • Lehrbeauftragte mit Werkverträgen an der RWTH
  • wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der RWTH
  • emeritierte Professorinnen und Professoren der RWTH
  • pensionierte Lehrende der RWH (sofern sie eine Genehmigung von Dekanin/Dekan für den Lehrauftrag im Ausland haben).

Im Fall der Mobilität zur Fort- und Weiterbildung (STT) ist das Hochschulpersonal aus dem wissenschaftlichen und nicht-wissenschaftlichen Bereich teilnahmeberechtigt.

Wofür stehen die Kürzel STA und STT?

  • STA is short for STaff Assignment, that is the completion of a teaching stay abroad: mobility for teaching purposes
  • STT is short for STaff Training, that is further training abroad

Wie stellt man einen Antrag auf Förderung?

Nach welchen Kriterien erfolgt eine Erasmus+ Förderung?

Zur Zeit ist eine Förderung aller fristgerecht eingehender und formal korrekter Anträge möglich. Sollte die Personalmobilität künftig steigen und das Antragsvolumen das Finanzvolumen übersteigen, würde eine Auswahl erfolgen. Als Kriterium würde auf jeden Fall herangezogen, ob es sich um einen Erstantrag handelt. Darüber hinaus würden in Abstimmung mit dem Rektorat weitere Auswahlkritieren definiert und kommuniziert werden.

Ist eine mehrfache Förderung möglich?

Grundsätzlich gibt es keine Begrenzung hinsichtlich der Anzahl geförderter STA/STT-Mobilitäten, das heißt eine Person kann durchaus mehrfach gefördert werden. Allerdings ist die Förderung abhängig von den im jeweiligen akademischen Jahr verfügbaren Mittel und der Zahl der Gesamtbewerbungen. Sollte diese Zahl die verfügbaren Mittel übersteigen, würden Personen bevorzugt, die erstmalig einen Antrag gestellt haben.

Können zwei aufeinander folgende STA/STT-Mobilitäten in einem Vorgang beantragt werden?

Es ist möglich, zwei unmittelbar aufeinander folgende STA/STT-Mobilitäten durchzuführen. Dafür müssen jedoch zwei gesonderte STA/STT-Anträge (Mobility Agreement) gestellt werden. Die reisende Person muss/kann später aber nur eine Reisekostenabrechnung einreichen.

Beispiel: Zunächst ein- oder mehrtägiger STA/STT-Aufenthalt in Rom, unmittelbar anschließend zweitägiger STA/STT-Aufenthalt an der Uni Perugia. Getrennte Mobility Agreements für Rom und Perugia, spätere Abrechnung der Reisekosten in einer Reisekostenabrechnung.

Welche STA-Mobilität kann nicht gefördert werden?

Lehraufenthalte im Ausland, die bereits aus anderen EU-Programmen gefördert werden, sind von einer (zusätzlichen) Förderung über Erasmus+ ausgeschlossen.

Welche STT-Mobilität kann nicht gefördert werden?

Ausgeschlossen von der Förderung aus Erasmus+ Mitteln sind die Teilnahme an Konferenzen und Messen sowie Auslandsaufenthalte zu Fort- und Weiterbildungszwecken, die bereits aus anderen EU-Programmen gefördert werden.

Wie setzt sich die Förderung aus Erasmus+ zusammen?

Die Obergrenze der Förderung aus Erasmus+ Mitteln ist durch die Vorgaben der EU gegeben und basiert auf:

  1. Stückkosten für Aufenthaltstage für das jeweilige Land (die europäischen Länder sind drei Ländergruppen unterteilt, die sich an den durchschnittlichen Lebenshaltungskosten orientieren), also Stückkosten mal Anzahl der beantragten STA/STT-Tage
  2. Stückkosten für die Hin- und Rückfahrt. Diese werden mit Hilfe eines Distanzrechners der EU ermittelt und sind nach Entfernungen gestaffelt

Sollte die Reisekostenstelle bei der Reisekostenendabrechnung weitere Reisetage genehmigen, erhöht sich die Erasmus+ Obergrenze um die Stückkosten für bis zu zwei Aufenthaltstagen.

Wie erfolgt die Genehmigung einer Dienstreise?

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ZHV sowie akademisches Personal stellen einen Antrag auf Genehmigung einer Dienstreise gemäß dem von Abteilung 8.3 (Dienstreisemanagement und Hochschulbeihilfestelle) beschriebenen Verfahren RAFAEL.

Wo erhält man die Reisenummer?

Über RAFAEL wird eine Reisenummer zugewiesen (siehe Infos der Abteilung 8.3). Das ausgefüllte Formular schicken Sie bitte elektronisch an von Abteilung 2.3, das unterschriebene Fomular wird an Abteilung 8.3 weiterleitet. Für das akademische Personal ist die Verwendung von RAFAEL nur dann erforderlich, wenn die oder der Reisende eine Reisenummer für die zentrale Buchung bei den vertraglich vereinbarten Reisedienstleistern nutzen will.

Was ist die Confirmation of Stay Abroad (COSA)?

Der Auslandsaufenthalt muss grundsätzlich von der Gasthochschule bestätigt werden und sollte mit den in der Bewilligung (Grant Agreement) genannten Aufenthaltszeiten übereinstimmen. Dokumentiert wird dies von der Gasthochschule auf dem Formular „Confirmation of Stay Abroad“, das Ihnen mit der Bewilligung vor der Auslandsmobilität geschickt wird. Nach erfolgter STA/STT-Mobilität ist also das Einrichen dieser COSA zwingend erforderlich. Die COSA kann im Original ode als Scan eingereicht werden.

Wann und wie erhält man die Stipendienurkunde?

Alle Personen, die über Erasmus+ Förderung für eine STA/STT-Mobilität gefördert wurden, erhalten automatisch eine deutsch-englischsprachige Stipendienurkunde. Da diese Urkunden gebündet jeweils zu einem festen Termin im Jahr erstellt werden, erhalten Sie die Urkunde nicht unmittelbar nach Beendigung Ihres Auslandsaufenthaltes – wir bitten um Verständnis.

Welche Sonderförderung gibt es?

Es stehen zusätzliche Mittel ab einem Grad der Behinderung von 50 Prozent zur Verfügung. Eine Beantragung sollte zwei Monate vor Beginn des geplanten Auslandsaufenthaltes erfolgen, wobei die Antragstellung durch das International Office erfolgt. Bitte setzen Sie sich mit Claudia Hanke in Verbindung.