Rektor informiert sich über RWTH-Forschung am CERN

06.09.2019
RWTH-Rektor Ulrich Rüdiger mit Aachener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am CERN in Genf. Urheberrecht: Lutz Feld

Das CERN in Genf ist das weltweit führende Labor für Teilchenphysik. Sein wissenschaftliches Programm ist äußerst vielfältig und viele der aktuellen Fragen der Teilchenphysik werden dort experimentell untersucht. Im Rahmen eines Besuches hat sich RWTH-Rektor Professor Ulrich Rüdiger über einige der Technologieentwicklungen informiert, die derzeit am CERN vorangetrieben werden.

 

Mit dem Large Hadron Collider, kurz LHC, werden in Genf Protonen bei den höchsten je in einem Teilchenbeschleuniger erreichten Energien zur Kollision gebracht. Das führte 2012 zur Entdeckung des Higgs-Bosons, an der auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der RWTH Aachen beteiligt waren. Die genaue Untersuchung des Higgs-Bosons könnte Antworten auf die Fragen liefern, woraus die im Universum beobachtete Dunkle Materie besteht und was mit der Antimaterie geschehen ist, die nach dem Urknall zusammen mit der Materie entstanden sein müsste.

An der Lösung dieser Fragen arbeiten Forschende der RWTH gemeinsam mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Genf. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen experimentellen und theoretischen Teilchenphysikern an der RWTH sind sie in der Lage, die komplexen Zusammenhänge zu analysieren.
Der CMS-Detektor, der von der RWTH mitentwickelt wurde, ist ein Teil des LHC. Er macht von den Proton-Kollisionen im Teilchenbeschleuniger 40 Millionen Bilder pro Sekunde und vermisst die Spuren der Teilchen mit Mikrometerpräzision.

Während seines Besuches ließ sich Rektor Rüdiger im Detail erklären, welche Bauteile des mehrfamilienhausgroßen Detektors aus Aachen stammen und wie er im Ganzen funktioniert. Weitere Stationen führten Rüdiger zur Bodenstation des AMS-Experiments auf der internationalen Raumstation. Auch zu diesem Experiment leisten RWTH-Forscher wichtige Beiträge. Der Bund fördert die parallel an der RWTH laufenden Projekte in der Teilchen- und Astroteilchenphysik mit über fünf Millionen Euro pro Jahr.