Heitfeld-Preis

 

Die Professor Dr. Karl-Heinrich Heitfeld-Stiftung zeichnet jährlich Masterabsolventen und Promovierte der RWTH Aachen für herausragende Leistungen aus. Die Stiftung wurde 1995 von dem emeritierten Professor für Ingenieurgeologie und Hydrogeologie und seiner Frau ins Leben gerufen.

Professor Heitfeld wurde 1924 in Hamm/Westfalen geboren. In den Jahren 1946-1951 studierte er Geologie an der Universität Münster, wo er 1952 bereits – nur ein Jahr nach dem Diplom – auch promovierte. Anschließend war er bis 1970 in der freien Wirtschaft tätig. Neben dieser Tätigkeit in der freien Wirtschaft gelang es ihm, ein beachtliches wissenschaftliches Œuvre zu erstellen, mit dem er sich 1966 an der damaligen Fakultät für Bergbau und Hüttenwesen der RWTH Aachen habilitierte. Im Jahr 1970 ist es der RWTH Aachen geglückt, Herrn Professor Heitfeld für den Lehrstuhl Ingenieur- und Hydrogeologie zu gewinnen, den er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1990 innehatte. Seit 1990 ist er Mitinhaber und Berater des Ingenieurbüros Heitfeld-Schetelig in Aachen.

Als Anerkennung für sein herausragendes wissenschaftliches Lebenswerk wurde ihm 1999 die Ehrendoktorwürde der Bergakademie Freiberg verliehen. Im Jahr 2003 wurde er zum Ehrensenator der RWTH Aachen ernannt. Im selben Jahr erhielt er zudem das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Und im Jahr 2004 wurde ihm die Hans-Stille-Medaille (für das herausragende Gesamtwerk) der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften verliehen.

Professor Heitfeld gilt als Begründer des Fachbereiches der Ingenieurgeologie in Deutschland.Als Lehrstuhlinhaber für Ingenieur- und Hydrogeologie an der RWTH war er der erste in diesem Fachgebiet in Deutschland. Professor Heitfeld hat sich besonders im Talsperrenbau einen internationalen Ruf erworben und trug wesentlich zur Entwicklung der Ingenieurgeologie in Deutschland bei.