Lehrstuhl für Chemische Verfahrenstechnik und Institut für Verfahrenstechnik (AVT)

 

Institutsleiter

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Matthias Wessling

Studienrichtungen

Verfahrenstechnik, Umweltingenieurwissenschaften

Schwerpunkte

Membrantechnik, Umweltschutz, Chemische Verfahrenstechnik

Forschungsschwerpunkte

Die Kernkompetenz des Lehrstuhls für Chemische Verfahrenstechnik liegt in der Entwicklung und Anwendung von Membrantechnik für aktuelle globale Herausforderungen.

Die Projekte der AVT.CVT sind in vier Forschungscluster gegliedert: Sustainable Processes (SusPro), Electrons to Chemicals (e2chem), Physics of Fouling (PoF) und Adaptive, interactiveMembranes (Adact). In allen Forschungsfeldern finden sowohl Grundlagenforschung als auch Anwendungsstudien im Labormaßstab statt.

Unter SusPro fallen Projekte wie die Entwicklung eines neuen Enthalpietauschers für die Gebäudeklimatisierung, das Upgrading von Biogas, die Entwicklung und Untersuchung von neuen, umweltfreundlicheren Verfahren für die Wasseraufbereitung oder die Verarbeitung von nachwachsenden Rohstoffen mittels Elektrodialyse und anderer Membranverfahren.

Die e2chem-Gruppe beschäftigt sich mit der Entwicklung neuer Technologien zur Synthese von Plattform- und Feinchemikalien unter Nutzung von elektrischem Strom, bevorzugt aus regenerativen Quellen. Ein weiteres, damit verwandtes Forschungsgebiet ist die Entwicklung neuartiger Energiespeichersysteme für regenerative Energie.

In der PoF-Gruppe werden die physikalischen Grundlagen des Foulings mit optischer Analyse und präziser Kontrolle der Filtrationsbedingungen untersucht. Unter Fouling versteht man die Bildung einer Deckschicht auf der Oberfläche einer Membran während der Filtration. Dieses Phänomen beeinträchtigt die Filtrationsleistung erheblich. Vielfältige, häufig energieintensive Maßnahmen werden ergriffen, um diesen Effekt zu verhindern. Ziel der Forschung der PoFGruppe ist es, das komplexe Zusammenspiel aus Kolloiden, Strömungen und Membranoberflächen zu verstehen.

Adact ist eine Fusion aus „Adaption“ und „Interaction“. In dieser Gruppe werden Membranen hergestellt und untersucht, deren Funktionalität über das Filtern durch normale Poren hinausgeht. Diese neuartigen Membranen ändern ihr Funktionsprinzip gezielt durch Wechselwirkungen mit der Umgebung.