Phänomenologische Schädigungsmodellierung von realen Rissfeldern und Bildung eines Bewertungskriteriums

  Reales Rissfeld eines geschmiedeten Blocks, Makroaufnahme Urheberrecht: Technisch-wissenschaftlicher Bericht TWB 1/1, „Werkstoffe und Schweißverbindungen“, MPA Stuttgart, 1981 Reales Rissfeld eines geschmiedeten Blocks, Makroaufnahme

Bei der Herstellung von großen Schmiedekomponenten können bei unsachgemäßer Herstellung und Verarbeitung, beziehungsweise ungünstiger chemischer Zusammensetzung, Rissfelder entstehen. Untersuchungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass mehrere Komponenten von technischen Anlagen, wie zum Beispiel dickwandige Druckbehälter, herstellungsbedingte Rissfelder enthalten können.

Einzelrisse werden im bestehenden Regelwerk mit bruchmechanischen Methoden bewertet. Der Einfluss von Rissfeldern auf die Tragfähigkeit von Komponenten kann aber mit dem bestehenden Regelwerk nicht mit ausreichender Genauigkeit quantifiziert werden.

Im Rahmen des Projektes wird eine Methodik entwickelt, mit der es möglich ist den Sicherheitsabstand gegen Versagen für eine Komponente, die ein Rissfeld enthält, zu berechnen. Um die industrielle Anwendbarkeit zu gewährleisten, soll die abzuleitende Methodik mit überschaubarem Aufwand anwendbar sein.

Die Entwicklung der Methodik wird in Anlehnung auf die schädigungsmechanische Modellierung von realen Rissfeldern durchgeführt.